42. Berlin Marathon


Zum 42. Mal waren an diesem Wochenende die 42 Kilometer in Berlin zurückzulegen. Bei 
sonnigen 15°C, bei bestem Wetter also, wollten ca. 41.000 Läufer aus 120 Ländern die komplette Marathondistanz unter ihre Füße nehmen

Was für den einen der Weltrekord, war für die meisten Teilnehmer einfach eine gute Zeit oder ein schönes Lauferlebnis.Carla Nies

Die momentan schnellste Strecke der Welt lockte auch zwei Läufer der TSG Valbert an die Spree.

Für Carla Nies war es der siebte Marathon und ein Wiedersehen mit der Strecke ihrer Marathonpremiere. Das Training ließ sich zwar nicht so realisieren, wie sie es sich für diese schnelle Strecke gewünscht hätte, trotzdem war sie guter Dinge und ging das Rennen mutig im Bereich ihrer persönlichen Bestzeit an. Auf der Woge der Anfeuerungen hunderttausender Zuschauer  und vor allem ihrer Familie und einiger mitgereister Fans lief sie im Strom tausender Mitläufer ein sehr gutes Rennen. Erst nach 38 km wurden die Beine richtig schwer. Jetzt war es aber nicht mehr weit bis zum Brandenburger Tor und damit dem unmittelbar dahinter aufgebautem Ziel. Die Uhr blieb für sie nach nur 3:47:50 Stunden stehen. Glücklich und sichtlich erschöpft konnte sie nun ihre Medaille mit dem Motiv des Weltrekordhalters Dennis Kimetto entgegennehmen. Im Feld der ca. 9000 Frauen lag sie mit ihrem Platz 1432 (Altersklasse WHK 263.) richtig weit vorn.Carla Nies1

Wie Carla Nies glückte auch Kai-Uwe Bodenstein ein sehr gutes Rennen. Für den Routinier war es bereits die achte Teilnahme am Hauptstadtmarathon. Die Vorbereitung stimmte und die äußeren Bedingungen waren für Berliner Verhältnisse optimal. 

BodensteinDas Gerangel der ersten Kilometer war dann auch schnell vergessen und der Blick nur nach vorn gerichtet, sollte es doch wieder eine Zeit unter drei Stunden werden. Die erste Hälfte war bereits nach 1:26 Stunden abgehakt und erste Euphorie stellte sich ein. Zu früh, denn zwischen KM23 und 28 büßte Bodenstein über eine Minute auf sein bisheriges Tempo ein und musste sich erst einmal aus dieser kleinen Krise herauskämpfen was ihm auch gelang. Die zweite Hälfte schaffte er noch in 1:29 Stunden. Nach genau 2:55:47 Stunden überlief er als 1136. die Ziellinie. Von den 27.897 Männern im Ziel starteten immerhin 5.245 in seiner Altersklasse AK 45. Mit seinem 139. Platz konnte er auch sehr zufrieden sein.

Im Rückblick auf einen tolles Marathonwochenende mit einer für diese Menschenmenge herausragenden Organisation war das bestimmt noch nicht der letzte Besuch der Marathonhauptstadt.