Bonn Triathlon 2026

Schwimmen und Radfahren beim Triathlon sind für den Valberter Thomas Bückemeyer definitiv nicht seine Stärken, trotzdem oder gerade deswegen ist der 58jährige jetzt beim Bonn Triathlon gestartet. Das Besondere bei der Veranstaltung in der Rheinmetropole ist die Schwimmstrecke: Geschwommen wird im Rhein flussabwärts, der Start erfolgt am Bonner Bogen von einem Fährausleger. Die Schwimmstrecke wurde aufgrund des Niedrigwassers im Rhein kurzfristig auf 4,2 Kilometer verlängert, was selbst für „Bleiente“ Bückemeyer kein Problem war: „Beim Schwimmen muss man nur den Mut haben, möglichst weit raus zu schwimmen, damit man viel von der Strömung mitbekommt. Dann ist das relativ schnell erledigt, solange man gradlinig ohne große Zick-Zack-Linien auf Kurs bleibt“, so Bückemeyer.

Auf dem Weg zum Start: Das Wetter in Bonn war im Vergleich zum letzten Jahr deutlich angenehmer. Im Hintergrund der Fährausleger, von dem der Schwimmstart erfolgte.

Sein letzter Start in Bonn lag acht Jahre zurück, seine letzte Mitteldistanz vier Jahre, daher war der für die TSG Valbert startende Athlet gespannt, wie gut er noch die Wettkampfroutine verinnerlicht hatte. Einmal im Wasser, war Bückemeyers Nervosität verflogen, nach 36:30 Minuten erreichte er die erste Wechselzone, kämpfte beim Umziehen ein wenig mit dem Neoprenanzug, und ging dann zügig aufs Rad – einem über 30 Jahre alten klassischen Rennrad. „Auch wenn manche Athleten über das Rad schmunzeln: das ist mein Lieblingsfahrrad, damit habe ich schon einige Herausforderungen gut gemeistert“. Bückemeyer behielt Recht: nach 2:15:39 Stunden war die anspruchsvolle knapp 64 Kilometer lange Radstrecke durchs Siebengebirge absolviert. Lag Bückemeyer nach dem Schwimmen noch auf Gesamtplatz 483, hatte er sich beim Radfahren auf Platz 461 vorgearbeitet. Und bei seiner Paradedisziplin Laufen toppte der Valbert sogar seine Zeit aus 2018 um über zwei Minuten, für die 15 Kilometer am Rheinufer benötigte er 1:11:58 Minuten, und lag dann im Gesamtrang auf Platz 235 von 701 Männern im Ziel, in seiner Altersklasse M55 auf Platz 19 von 47 Athleten. „Beim Laufen wäre vielleicht noch etwas mehr möglich gewesen, aber aufgrund der Temperaturen von mittlerweile über 20 Grad war ich etwas vorsichtig“, so Bückemeyer abschließend. Den Termin für den Triathlon im nächsten Jahr hat er sich schon vorgemerkt.

Bild: Auf dem Weg zum Start: Das Wetter in Bonn war im Vergleich zum letzten Jahr deutlich angenehmer. Im Hintergrund der Fährausleger, von dem der Schwimmstart erfolgte.