Wilnsdorfer Bahnlauf 2026

Bahnläufe im Stadion gehören nicht unbedingt zu den Paradedisziplinen von Thomas Bückemeyer. Doch wenn ein Bahnlauf zur Serie des Ausdauer Cup zählt, lässt sich der für die TSG Valbert startende Läufer nicht zweimal bitten. Also meldete er sich für die 5000 Meter beim Wilnsdorfer Bahnlauf an.

Allerdings betrat Bückemeyer damit durchaus ungewohntes Terrain: Der letzte Bahnlauf des Ultralangstreckenläufers lag 28 Jahre zurück. 1998 war er beim Ebbe-Sportfest im Meinerzhagener Stadion über zehn Kilometer an den Start gegangen. Entsprechend war diesmal ein wenig Nervosität dabei – zumal jeder Läufer seine Runden selbst im Blick behalten musste.

Zwar gab es im Stadion Rundenzähler, doch bei einem Wettkampf ist die Kommunikation mit ihnen nicht immer einfach. Bückemeyer setzte deshalb lieber auf seine eigene Zählkunst. Und die funktionierte erstaunlich gut.

Auch beim Tempo legte der 58-Jährige ordentlich los. Den ersten Kilometer spulte der Valberter in schnellen 3:40 Minuten ab – vielleicht ein kleines bisschen zu schnell. Auf den letzten beiden Kilometern musste er das Tempo jedenfalls um rund 15 Sekunden pro Kilometer drosseln.

Spannend wurde es auf den Schlussrunden dann trotzdem. Bückemeyer musste noch zwei Konkurrenten aus seiner Altersklasse vorbeiziehen lassen, brachte seinen dritten Platz aber sicher ins Ziel. Nach 19:34,4 Minuten blieb für ihn Rang drei in der M55. Vor ihm landeten der Zweitplatzierte in 19:15,9 Minuten und der Sieger in 19:03,8 Minuten.

Dass es bei einem solchen Rennen nicht unbedingt hilft, die Konkurrenz genau zu kennen, stellte Bückemeyer anschließend mit einem Augenzwinkern fest: „Ich merke mir keine Gesichter von Läufern aus meiner Altersklasse. In der Dämmerung und bei strömendem Regen hätte ich auch keinen erkannt. Und falls doch: Schneller wäre ich nicht mehr gelaufen. Kurz vorm Ziel noch zum Spurt anzusetzen, war noch nie meine Spezialität.“

Mit seinem dritten Platz bleibt Bückemeyer in der Gesamtwertung des Ausdauer Cup weiter an der Spitze. Zwei Wertungsläufe stehen noch aus – der Kampf um die Cup-Krone geht also in die nächste Runde.