Virtuelle Wettkämpfe in der Leichtathletik

Virtuelle Wettkämpfe sind auch in der Leichtathletik ein Wettkampfformat, dass funktioniert. Gelegentlich sucht Thomas Bückemeyer, Langstreckenläufer der TSG Valbert, hier nach einer sportlichen Herausforderung. Im Rahmen des Ausdauercup 2021 hat der 52jährige jetzt an zwei Wettkämpfen teilgenommen, bei denen die Strecken völlig frei gewählt werden konnten.  Beim ersten virtuellen Lauf hat sich Bückemeyer eine  zehn Kilometer lange Wendepunktstrecke am Biggesee ausgesucht, mit 200 positiven Höhenmetern nicht ganz flach, aber durchgängig asphaltiert und gut zu Laufen. Mit 39:02 Minuten lieferte er eine für seine Verhältnisse eher durchschnittliche Zeit ab. „Ich bin allerdings schon kurz nach dem Frühstück im Halbdunkeln gelaufen, vermutlich war ich noch nicht ganz wach“, so das Resümee von Bückemeyer, der mit aktuellen Trainingsumfängen von 140 Kilometern pro Woche den Menorca Trail „Camí de Cavalls“ im Blick hat: „Ich hoffe, die Veranstaltung finde real auch statt, letztes Jahr wurde sie einmal verschoben und fiel dann letztendlich aus“.

Da auch Ultraläufern gelegentliche Tempoläufe nicht schaden, lief der TSGler eine Woche nach seinem virtuellen Saisonauftakt auf einer anderen Strecke noch einmal zehn Kilometer im Wettkampfmodus,  diesmal in einer Zeit von 38:44 Minuten – nachmittags, kurz vor der Kaffeepause: „Das war zeitlich etwas besser“, zeigte sich Bückemeyer mit seiner gelaufenen Zeit zufrieden.

„Das Problem an diesen Wettkämpfen ist, dass jeder Athlet für sich auf einer Strecke seiner Wahl läuft. Es fehlt der direkte Vergleich, und während des Rennens natürlich die Wettkampfatmosphäre. Ich hoffe, dass im Sommer die weiteren Läufe des Ausdauercups als ‚reale Läufe‘ durchgeführt werden können“, so Bückemeyer über seinen Auftakt in die Wettkampfsaison.