
Es gibt Wettkämpfe, da ist eine Platzierung im hinteren Mittelfeld ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, schon allein das Durchkommen nicht selbstverständlich. So zum Beispiel beim Gletscher Trailrun über 62 Kilometer in hochalpinem Gelände, bei dem der Valberter Thomas Bückemeyer jetzt gestartet war. Die anspruchsvolle Laufstrecke startete in Obergurgl in Österreich, einem Skiressort auf 1907 Metern Höhe ü. A. Morgens früh um 2 Uhr begaben sich die Läufer auf die Strecke, die Strecke führte über diverse Auf- und Abstiege auf den höchsten Punkt auf 3006 Meter Höhe ü.A.
Zunächst ging es über Hochgurgl ins Timmelstal zur Lenzen Alm, dann direkt weiter über einen anspruchsvollen Anstieg zum Nedersee. Diese Streckenteile wurden aufgrund der frühen Startzeit im Dunkeln gelaufen, daher zählten neben warmer Kleidung auch eine Stirnlampe zur Pflichtausrüstung.
Bückemeyer lief zu Beginn schon im hinteren Teilnehmerfeld, um auf den teilweise sehr engen Pfaden riskante Überholvorgänge zu vermeiden. Auf 2.500 Metern Seehöhe ging es dann zunächst wieder abwärts, dann allerdings wieder umso steiler bergauf zum Ramolhütte. Dann folgte zwar ein längere Bergabpassage, was das Laufen nicht unbedingt einfacher machte: „In hochalpinem Gelände laufe ich lieber bergauf. Runter bin ich doch sehr ängstlich unterwegs, und über Felsbrocken und Geröll zu springen, liegt mir nicht so“, schilderte der 57jährige Athlet der TSG Valbert seine Eindrücke. Seine Stärken konnte Bückemeyer auf den zahlreichen Bergaufpassagen ausspielen, und daher über den gesamten Rennverlauf seine Platzierung im wesentlichen halten.


Ein Höhepunkt der Strecke war das Laufen über die Piccardbrücke, einer 142 Meter langen Hängebrücke auf einer Höhe von 2480 Metern ü. A. Schwindelfreiheit vorausgesetzt, kann man hier das Panorama auf die Ötztaler Gletscherwelt genießen. Bückemeyer genoss, und lief auf dem anschließenden schwierigsten Teil des Rennens souverän weiter.
Auch zum Ende des Rennens ging es dann noch über dass Verwall- und Königstal nach Obergurgl ins Ziel. Aufgrund aufziehender Gewitter entschloss sich der Veranstalter, die Strecke etwas abzukürzen, sodass Bückemeyer dann nach gut 58 Kilometern das Ziel erreichte, die gestoppte Zeit 13:29 Stunden wurde vom Veranstalter aufgrund der fehlenden drei Kilometern auf 15:01 Stunden korrigiert. „Diese Korrektur erscheint mir etwas viel, aber ist nun mal so hinzunehmen. Ich bin froh durchgekommen zu sein, und mit dem Ergebnis absolut zufrieden“, so der Valberter im Ziel. Bückemeyer belegte im Gesamtfeld Platz 57 von 87 gestarteten Männern, in der Klasse „Master 2 M“ Platz 6 von 12.
