Nach langer Krankengeschichte, die zur Zeit immer noch nicht ausgestanden ist, konnte ich mich dazu aufraffen, eine Standortbestimmung vorzunehmen,weil ich das Trainingspensum zwischenzeitlich auf Null gefahren hatte und der alljährliche Helgolandmarathon aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes abgesagt werden mußte und ein zweiter Folgemarathon zwei Wochen später ebenfalls aus schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen abgesagt werden mußte. Während dieser nicht gerade einfachen Zeit hatte ich etwas Gewicht zugelegt und war mir sicher, keine Bestleistung zeigen zu können. Zwischenzeitlich stand sogar im Raum ,sich vollständig aus dem Leistungssport zurückzuziehen,weil der Bewegungsapparat einfach nicht mehr ohne Schmerzen funktionierte. Aber bevor ich die Laufsucht drangebe, muß wirklich schon etwas passieren, was mich aus den Latschen haut. Motivation hatte ich wegen der Form keine, aber der Wille gegen eine Reihe von Läufern anzutreten war am Jahrestag des 24 h -Laufes von Delmenhorst (147km) einfach da und so zog es mich zum Stadionlauf nach Köln, um auf der 10km-Distanz eine 44er Zeit zu erreichen. Zumindest war das die Vorgabe an mich. Durch die körperlichen Beeinträchtigungen der letzten Zeit rechnete ich mir sogar Schlimmeres aus,weil Schmerzen selbst normales Gehen nahezu unmöglich machten. 

